Tipps für das Training

Die Kunst der Kommunikation mit dem Hund – Teil 1

Click die Kunst der Kommunikation mit dem Hund Teil 1 2

Die Kunst der Kommunikation mit dem Hund – Teil 2

Click die Kunst der Kommunikation mit dem Hund Teil 2 2Click die Kunst der Kommunikation mit dem Hund Teil 2 2

Lernen / trainieren mit Click und Belohnung

Auszug aus dem Clicker Work Book von Doris Vaterlaus

RUN FREE CuB

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Der Hund kann auf 10 zählen ...

Ein spannendes Spiel zur Impulskontrolle.
Der Hund lernt schnell, zu warten und dass er dafür belohnt wird.

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Vorbereitung für den Silvester

Vorbereitung für den Silvester mit Hund

Alle Jahre wieder steht der Jahreswechsel vor der Türe. Neben den üblichen Festtags-Vorkehrungen bringt diese Zeit für Hundehalter noch zusätzliche Vorbereitungen mit sich. Dieser Ratgeber soll Sie dabei unterstützen, Silvester für Ihren Hund so angenehm wie möglich zu gestalten.

Für viele Menschen kann es am 31. Dezember nicht laut genug knallen. Ganz anderer Meinung sind sich da unsere Hunde. Nicht nur, weil sie um ein Vielfaches besser hören als wir Menschen, sondern auch weil die Angst vor Knallerei  und  Feuerwerk gewissermassen biologisch bedingt ist.

Angst ist eine angeborene Emotion, die für alle Lebewesen überlebenswichtig ist. Ein frei lebender Hund, der sich bei derartigen Geräuschen nicht von sich aus verkriechen, bzw. in Sicherheit bringen würde, wäre ein sehr unvorsichtiger Hund, der in freier Wildbahn wahrscheinlich nicht lange überleben könnte.

Nicht alle Hunde reagieren gleich auf Knallerei und Feuerwerk

Angst ist nicht bei allen Hunden gleich ausgeprägt. Je nach dem wie ein Hund als Welpe an diese Geräusche gewöhnt wird, kann er später besser oder schlechter damit umgehen. Doch auch Hunde, die solche Geräusche ursprünglich als ungefährlich kennengelernt haben, können im Verlaufe ihres Lebens eine solche Angst entwickeln.

Besonders im Alter kann die Sensibilität gegenüber Geräuschen wie Gewitter, Knallerei und Feuerwerk stark zunehmen. In diesen Fällen ist eine Therapie meist nicht erfolgreich und es wird empfohlen diese Hunde mit Medikamenten zu unterstützen. Eine Besserung tritt in der Regel erst wieder ein, wenn sie im hohen Alter nicht mehr so gut hören können.

Und es gibt Hunde jeden Alters, die gegenüber Feuerwerks-Geräuschen sehr sensibel reagieren oder regelrecht in Panik geraten.

Haben Sie an Silvester einen Welpen zu Hause?

  • Machen Sie im Laufe des Nachmittags einen spannenden Such- und Spiel-Ausflug mit Ihrem Vierbeiner, am besten im Wald (dort lässt kaum einer Feuerwerk los). Er sollte abends schön müde sein.
  • Benutzen Sie die Knallerei als ein ideales Training und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund diese lauten Geräusche mit angenehmen Dingen verknüpfen kann (z.B. feine Leckerchen, Kauspielzeuge, einer Massage usw. Da diese Geräusche sehr plötzlich auftreten, heisst das für Sie: immer bereit sein, am besten bereits ein paar Stunden vor und nach der erwarteten Knallerei.
  • Halten Sie sich vor allem mit einem jungen Hund nichtin der Nähe von Knallerei oder Feuerwerk auf. Der Vierbeiner kann beim ersten Knaller, der in seiner Nähe passiert oder aus Versehen sogar gegen ihn gerichtet ist, einen Schock fürs Leben erhalten. So was passiert oft schneller als man reagieren kann.
  • Sollte der Welpe während der Knallerei einschlafen - umso besser!
  • Lassen Sie Ihren Hund keinesfalls alleine zuhause. Ihre Anwesenheit und ruhige Art gibt ihm Sicherheit.

Sie feiern Silvester mit einem erwachsenen Hund?

Vielleicht haben Sie einen erwachsenen Hund zuhause und wissen aus vergangenen Jahren, wie er mit grosser Wahrscheinlichkeit auf laute Knalle und Feuerwerke reagieren wird.

Wer hingegen einen Hund aus zweiter Hand frisch übernommen hat, kann die Reaktionen seines Hundes oft nur schlecht abschätzen und sollte besonders vorsichtig sein.

So oder so, die folgenden Ratschläge und Ideen können dazu verhelfen, den Jahreswechsel für Ihren Hund so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ratschläge und Ideen zur Vorbereitung ein paar Tage vor Silvester

  • Richten Sie Ihrem Hund eine oder mehrere Rückzugsmöglichkeiten ein (eine Box, eine Decke unter dem Tisch, eine kuschlige Ecke im Badezimmer usw.) und machen Sie ihn bereits ein paar Tage vorher mit diesem Ort vertraut, z.B. bekommt er da immer sein Futter oder seine Kauknochen usw.
  • Planen Sie wenn möglich diesen Abend zu Hause zu verbringen. Die meisten Hunde können in den eigenen vier Wänden besser mit dieser speziellen Situation umgehen als an einem für sie fremden Ort. Vielleicht laden Sie ein paar Freunde ein. Die fröhliche Stimmung und der etwas lautere Geräuschpegel im Haus können Ihrem Hund allenfalls zusätzlich helfen.
  • Vielen Hunden hilft das Tragen eines engen Bodys. Durch den leichten, kontinuierlichen Druck auf die Brust und den Mittelkörper fühlt sich der Hund "gehalten" und kann so besser mit seinen Ängsten umgehen. Sehr bekannt sind z.B. das „Thundershirt“ und das „Anxiety Wrap“. Ein enges T-Shirt kann ähnliche Wirkung haben.

Gewöhnen Sie Ihren Hund bereits ein paar Tage vorher daran und achten Sie darauf, dass Sie es dem Hund zur Gewöhnung dann anziehen, wenn er gerade entspannt ist. Ziehen Sie Ihrem Hund dieses Hilfsmittel nicht erst an, wenn es knallt, sondern regelmässig einige Tage vorher. Er könnte sonst das Tragen oder bereits das Anziehen als Angstauslöser verknüpfen.

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  • Auch bekannt und oft eingesetzt: Zylkene-Kapseln zu oralen Einnahme, gilt als Nahrungsergänzungsmittel. Zylkene enthält einen natürlichen Wirkstoff aus Casein, einem Milchprotein. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, z.B. von Ihrem Tierarzt oder einer Verhaltensberatung.
  • Ebenfalls häufig verwendet: Calmex - ein beruhigendes Nahrungsergänzungsmittel, ebenfalls in Kapsel-Form. Die Kombination aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Aminosäuren und psychoaktiven Pflanzenextrakten kann dazu beitragen, Angst und Stress beim Hund zu mindern. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, z.B. von Ihrem Tierarzt oder einer Verhaltensberatung.
  • Einigen Hunden hilft Melatonin: ein natürliches Hormon, das von einem Teil des Zwischenhirns produziert wird und bei uns Menschen den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Melatonin ist kein Beruhigungsmittel, hat aber einen entspannenden Effekt auf den Hund. Bitte besprechen Sie die Gabe von Melatonin frühzeitig mit Ihrem Tierarzt oder einer Verhaltensberatung.
  • Neu auf dem Markt für Hunde/Tiere: CBD Tropfen, lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten
  • Sehr beliebt und oft erfolgreich ist auch die Unterstützung durch Homöopathie, Bachblüten oder Schüssler-Salze. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder hundeerfahrenen Drogisten frühzeitig beraten.
  • Bekannt und oft sehr hilfreich sind ADAPTIL® Produkte (hiess früher D.A.P.). Diese gibt es als Diffusor, Spray oder Halsband. Sie ahmen die Pheromone der (Mutter-)Hündin nach und strahlen deren beruhigenden und besänftigten Eigenschaften aus.

Dies verhilft vielen Hunden zu mehr Sicherheit (wird in der Verhaltenstherapie oft eingesetzt). Erhältlich in den meisten Tierarzt-Praxen oder Verhaltensberatungen, lassen Sie sich frühzeitig beraten.

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Bei schweren Fällen: Medikamente

Wenn Sie aus Erfahrung wissen, dass Ihr Hund mit starker Angst oder sogar Panik reagieren könnte (stunden- oder tagelanges Verkriechen, starke körperliche Reaktionen wie hecheln, zittern, speicheln oder sogar Unsauberkeit), sollten Sie sich möglichst ein paar Tage vor Silvester von einer Fachperson (Tierarzt oder noch besser Verhaltenstierarzt) professionell beraten lassen.

Denn in diesen Fällen können die oben erwähnten Tipps zwar unterstützen, sind aber in der Regel zu schwach um dem Tier wirklich zu helfen. Gerät ein Tier wie erwähnt in Angst und Panik muss ihm aber zwingend geholfen werden - und diese Hilfe geht i.d.R. nicht ohne die Gabe von angstlösenden Medikamenten.

Doch Vorsicht: vor Acepromazin wird stark abgeraten!

Lange Zeit hat man Hunden zu Silvester und auch am 1. August den Wirkstoff Acepromazin verabreicht. Die Tiere wirkten ruhig, sehr müde und nicht mehr ängstlich/panisch. Entsprechend ging man davon aus, dass das Medikament die erwünschte Wirkung hätte. Heute weiss man das aber zum Glück besser: Das Neuroleptikum/Sedativum versetzt die Tiere in einen Zustand, in dem sie so platt sind, dass sie ihre Angst- und Stress-Reaktionen körperlich gar nicht mehr ausdrucken können.

Das heisst, ihre Angst oder sogar Panik ist noch genau so da, aber sie sind unfähig diese zu zeigen oder sich zu verkriechen. Ein höchst unschöner Zustand für die Hunde! Darum sollte dieser Wirkstoff (enthalten in Medikamenten wie Calmivet, Prequillan, Sedalin und Vetranquil) bei Geräuscheangst keinesfalls mehr eingesetzt werden!

Lassen Sie sich daher von einem Tierarzt oder Verhaltenstierarzt auf dem neusten Stand beraten. Je nach Hund werden andere Medikamente empfohlen und jedes Medikament hat seine eigene Wirkung sowie mögliche Nebenwirkungen. Daher ist eine professionelle Beratung so wichtig - auch bezüglich dem idealen Zeitpunkt der Einnahme.

Ratschläge für die Silvester-Nacht

Seien Sie vorbereitet: das Knallen kann bereits mittags, nachmittags oder schon einen Tag vorher beginnen. Bitten Sie die Nachbarskinder, die Knallerei wirklich auf den Silvester zu beschränken und wenn möglich nicht direkt neben dem Haus zu zünden. Eine Tafel Schokolade als kleine Bestechung kann Wunder wirken ;-).

  • Gehen Sie rechtzeitig mit Ihrem Hund spazieren (Der Wald eignet sich gut, da dort in der Regel keine Feuerwerke gezündet werden).
  • Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Hund am frühen Abend noch gut versäubern kann. Nicht dass es ihn dann ausgerechnet während dem Höhepunkt der Knallerei auf die Blase drückt und Sie mit ihm in den Lärm raus müssen.
  • Spazieren Sie Ihren Hund sicherheitshalber nur an der Leine aus. Es kommt leider immer wieder vor, dass ein Hund von einem Knall erschrickt und aus Panik davon läuft - manchmal kilometerweit.
  • Lassen Sie Ihren Hund keinesfalls alleine zu Hause. Er könnte die Knallerei möglicherweise mit dem Alleinsein in Verbindung bringen und anschliessend immer wieder in diese Angst kippen, sobald er alleine zu Hause ist.
  • Behalten Sie den Hund vor allem abends im Haus, schliessen Sie Fenster und Rollläden.
  • Machen Sie Ihren Hund müde bevor die Knallerei beginnt (spielen, suchen, trainieren, alles was Spass macht). Spielen Sie mit Ihrem Hund auch während der Knallerei, so wie Sie es sich gewohnt sind.
  • Lassen Sie Musik laufen, es darf ruhig etwas lauter sein als sonst (klassische Musik ist sehr gut geeignet). Es gibt sogar beruhigende Musik für Hunde, der man eine Chance geben kann. Ein neueres Produkt ist der Relaxodog, welcher spezielle, beruhigende Töne für Hunde von sich gibt.
  • Wenn Sie ihm den Body oder das T-Shirt anziehen möchten, an welches Sie ihn zuvor gewöhnt haben, tun Sie dies frühzeitig, bevor er erste Anzeichen von Angst zeigt.
  • Geben Sie Ihrem Hund vor oder spätestens bei Beginn des Knallens (bevor Sie eine Angst-Reaktion feststellen können) eine super leckere Beschäftigung wie z.B. ein besonders grosser Kauknochen, ein mit Parfait oder Ähnlichem gefüllter und tiefgekühlter Kong, mit welchem der Hund möglichst lange mit Lecken oder Kauen beschäftigt ist. Diese Art von Beschäftigung wirkt beruhigend.
  • Verhalten Sie sich möglichst normal, um Ihrem Hund zu zeigen, dass alles in Ordnung ist.

Was tun, wenn die Angst bei meinem Hund da ist?

  • Einigen Hunden hilft eine Massage oder auch Tellington-TTouches
  • Vielen Hunden hilft ein Spiel oder eine Beschäftigung, die er bereits gut kann, bei welcher aber Konzentration gefragt ist (Bsp. Clickertraining, Tricks, freies Formen, ein Suchspiel usw.). Diese Beschäftigung muss beim Hund jedoch sehr beliebt sein, damit sie die Angst „besiegen“ kann.
  • Manche Hunde können mit Leckereien (Kauknochen, gefüllter Kong etc.) beschäftigt werden. Ist die Angst jedoch zu gross, kann der Hund selbst sein Lieblings-Leckerchen nicht mehr annehmen.
  • Einige Hunde möchten sich ins Bad, in die Dusche, in den Keller oder sonst an einen Ort verkriechen, wo sie sich sicherer fühlen. Lassen Sie es zu und legen Sie ihm seine Schlafdecke dorthin.
  • Wieder andere Hunde möchten ihrem Besitzer zwischen die Beine oder auf den Schoss kriechen. Lassen Sie dies liebevoll zu. Sie dürfen Ihren Hund dabei ruhig festhalten - und wenn, mit ganz langsamen Bewegungen beruhigend streicheln/massieren. Körperkontakt gibt vielen Hunden Sicherheit und hilft ihnen besser mit dem Stress umzugehen.
  • Seien Sie ein vertrauensvoller Sozialpartner, bleiben Sie ruhig und haben Sie Verständnis für die Angst Ihres Hundes. Vermeiden Sie jedoch Ihren Hund in seiner Angst zu bestätigen (z.B. zu starkes, aufdringliches Trösten, selbst nervös oder unruhig werden usw. - verhalten Sie sich möglichst wie immer.
  • Bestrafen Sie Ihren Hund in keiner Weise, wenn er Angst zeigt. Er braucht Ihre Anwesenheit und Unterstützung.
  • Nehmen Sie sich diesen Anlass als Motivation, im neuen Jahr etwas gegen die Gewitter- oder Feuerwerk-Angst Ihres Hundes zu unternehmen.

Nicht zu früh freuen

Auch am 1. oder 2. Januar kann es noch knallen. Vor allem, wenn das Wetter in der Silvesternacht sehr feucht war und viele ihr Feuerwerk noch „fertig aufbrauchen“ möchten. Es kann also nicht schaden, die beschriebenen Massnahmen oder Hilfsmittel noch ein oder zwei Tage nach dem Jahreswechsel bereitzuhalten.

Eine Flucht vor der Silvester-Knallerei ist eher schwierig

Im Gegensatz zum 1. August ist die Flucht ins Ausland keine Lösung. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, den 31. Dezember zusammen mit Ihrem Hund in einer Alphütte, fern ab von Ortschaften zu verbringen.

Eine Therapie ist so oder so empfohlen

An dieser Stelle sei allen Besitzern ans Herz gelegt, ihrem Hund bezüglich seiner Geräusch-Angst langfristig und nachhaltig zu helfen. Es ist zwar viel Arbeit, doch es lohnt sich!

Dazu einige Stichworte: Desensibilisieren, Gegenkonditionieren, Geräusch-CDs, konditionierte Entspannung, Aroma-Therapie, Nahrungsergänzungen, Medikamente für schwere Fälle, usw.

Wenden Sie sich an eine Hundeschule / Verhaltensberatung, die Ihnen weiterhilft oder Sie vielleicht an eine erfahrene Fachperson weiterverweisen kann. In der Regel wird Ihnen in Kombination mit einer solchen Therapie auch der Gang zu einem Tierarzt, Verhaltenstierarzt oder Tierheilpraktiker empfohlen.

Sie können es schaffen und Ihrem Hund ein grosses Stück Lebensqualität zurückgeben. Als kleiner Nebeneffekt dürfen auch Sie sich dann wieder ein Bisschen auf den Jahreswechsel und ähnliche Feuerwerks-Feste freuen.

Trotz allem: Happy New Year allerseits!


erscheint auf der Webseite www.hundeherz.ch

Begegnungen mit Bikern, Reitern ...

Bitte um mehr Verständnis

Ein Biker (mit Bike oder Elektrobike) fährt mit etwa 15 km pro Stunde. Eine Klingel fehlt.
Spaziergänger, Wanderer gehen mit etwa 5 km pro Stunde.

Wir spazieren eine Stunde durch den Wald und treffen niemanden. 

Der Hund ist an der langen Leine, schnüffelt, kommt auf Kommando immer wieder zurück oder bleibt auf Signal auch stehen.
Wir begegnen zwei Reitern, die im Trab vorbeireiten, wobei wir etwas in den Wald ausweichen (müssen). 
Gilt bei Reitern nicht die Regel, dass man im Schritt an Personen vorbei reitet ?

Von hinten kommt ein Biker, den wir erst kurz hinter uns hören und sehen.
Auf unsere Bitte, doch kurz anzuhalten, fährt der Biker einfach an uns vorbei weiter …
Zum Glück war der Hund an der Leine …

Die gleiche können auch Familien mit kleinen Kindern erzählen …

Nach meinem Verständnis gilt Rücksichtnahme auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer –
oder täusche ich mich da ?

Griff ins Geschirr oder Halsband

Für Notfälle – der Griff ins Geschirr oder Halsband

Sie möchten sich auf kritische Situationen vorbereiten:
trainieren Sie den Griff ans Geschirr oder Halsband Ihres Hundes !

Vorbereitung

Ihr Hund lässt sich ohne weiteres das Halsband oder das Geschirr anziehen (sonst müssen Sie das zuerst trainieren).

Sie legen Clicker und viiiele Leckerchen bereit.

Sie entscheiden sich, mit welcher Seite Sie zuerst beginnen wollen (wo z.B. Ihr Hund normalerweise mit Ihnen geht).

Die Übung

1. Schritt

– Ihr Hund steht neben Ihnen oder besser: Sie stellen sich neben Ihren Hund, rechts oder links). Kein Befehl oder Signal !

– Ihre Hand geht in Richtung des Geschirrs oder Halsband.

 – Click für Hand zum Geschirr oder Halsband und Belohnung.          .

– Die Belohnung folgt nach dem Click, erst nachdem Sie das Leckerchen hervorgeholt haben
    (also kein Locken mit dem Leckerchen) – direkt vor das Maul Ihres Hundes.

2. Schritt

Sie berühren das Halsband oder das Geschirr leicht.

            – Click für das Berühren und gefolgt von der Belohnung

           –  3 bis 5 Mal wiederholen, ohne dass der Hund reagieren muss (sonst zurück zu Schritt 1). 

3. Schritt

           – Sie fassen von hinten ins Geschirr oder ins Halsband ohne festzuhalten. Handrücken gegen den Hund.

            – Click für das Hineinfassen und gefolgt von der Belohnung

Vorsicht:
Vermeiden Sie es, das Geschirr auf dem Rücken des Hundes hochzuheben: Hunde mögen das gar nicht; sie sind der Wirbelsäule entlang empfindlich und schätzen auch den Zug rund um den Brustkorb gar nicht.

4. Schritt

– Sie halten das Geschirr oder das Halsband von hinten fest

– Click für das Halten und gefolgt von der Belohnung

5. Schritt

– Sie führen ein Signal für das Halten ein, z.B. «Geschirr», «Halsband»

>>> Ihr Signal «Geschirr» – Sie fassen ins Geschirr – halten etwas fest – Click - und die Belohnung folgt

6. Schritt

Sie laden Ihren Hund ein, sich mit Ihnen wegzudrehen:

         • Griff ins Geschirr (oder Halsband) auf der linken oder rechten Seite.

• Wenn Ihr Hund links steht, geben Sie das Signal «komm mit mir» und bewegen Sie gleichzeitig Ihr linkes Bein etwas nach vorne.
  Ihr Hund wird Ihnen folgen.
  Click für Bewegung nach vorne. Das Leckerchen können Sie mit der rechten Hand zur Hundeschnauze führen.

• Versuchen Sie, die Distanz zu vergrössern.

• Wenn das klappt, können Sie auch eine 180 Grad Drehung einführen (z.B. weg vom anderen Hund).

Empfehlung

Gehen Sie erst einen Schritt weiter, wenn der vorherige Schritt ein paar Mal geklappt hat.

Wenn nicht,  gehen Sie einen Schritt zurück und steigern wieder langsam die Schwierigkeit. 

Üben Sie zuerst zu Hause, dann im Garten, dann im Wald (ohne Ablenkung) – und erst dann mit Ablenkungen auf der Strasse, bei Verkehr, bei Begegnungen mit Menschen oder anderen Hunden.

Üben Sie den Griff ins Geschirr und/oder Halsband auf jeder Seite, damit Sie ihn im Notfall auch wirklich anwenden können.

 

© 2019 Doris Vaterlaus, Clicker Training in der Schweiz

            

Kräfteverhältnis Mensch – Hund

Kräfteverhältnis Mensch - Hund

Wie geht das ?  Ihr Gewicht beträgt 60 kg, das Gewicht Ihres Hundes = 35 kg...


Berechnungsformel

Um die Kraft deines Hundes am Ende der Leine zu berechnen, habe ich die entsprechende Formel herausgesucht.

Zur Berechnung der Kraft, wurden 3 Geschwindigkeiten gewählt 7 km/h – Schrittgeschwindigkeit (Dauerzug) 10 km/h – Trabgeschwindigkeit 20 km/h – in die Leine rennen

  1. Die Geschwindigkeit km/h wird in einen Faktor umgerechnet.
    Faktor = Meter : Sekunde 
    Beispiel: für 10 km/h: 10 000 m : 3600 s = Faktor ~2,8 Bsp. für 20 km/h: 20 000 m : 3600 s = Faktor   5,5

  2. Der Faktor muss mit dem Körpergewicht multipliziert werden.
    Beispiel:
    Für einen 20 Kg Hund bei 10 km/h 20 kg x 2,8 = 56 kg
    Ein 20 kg Hund, der mit 10 km/h (ca. Trabgeschwindigkeit) ins Ende der Leine läuft, bewirkt eine Zugkraft von 56 kg.
    Im Galopp (20km/h) muss ein Mensch dann 110 kg stoppen können. Im Dauerzug erreicht der 20 kg Hund immerhin 39 kg.
    Ein Labrador, der ca. 35 kg schwer ist, kommt somit im Dauerzug auf eine Zugkraft von 68 kg. Im Galopp auf eine Zugkraft von 192,5 kg, die dann auch für Mensch und Hund gefährlich werden kann.

 Die Probleme und Gefahren 

  • IHR Gewicht, Alter, Fitness, Ihre Reaktionsfähigkeit
  • Rasse, Grösse, Gewicht des Hundes - Instinktverhalten des Hundes (Jagd- und Beuteverhalten) - Training - Reaktion auf ein erlerntes Signal
  • Das Gewicht, Der Druck auf den Hals, den Brustkorb des Hundes - Ihre Gelenke 
  • Bremswirkung/Druck auf das Halsband oder das Geschirr ?
  • Energie, die gestoppt wird. 
    Zum Beispiel: Der Hund prescht los, wegen Katze, anderem Hund, Wild – von 0 auf 25 km/h.

Vorbeugen, trainieren und Unterstützung suchen
Sehr zu empfehlen: 

  • Der Hund soll lernen, anständig an der Leine zu gehen
  • Das Stehen bleiben muss  trainieret werden – auch in schwierigen Situationen und unter Ablenkung
  • Ein sicherer Rückruf  trainieren

Unterstützung und Vorbeugung 
für Ihre Sicherheit und Schonung Ihrer Gelenke sowie Hals und Brust Ihres Hundes

  • Gut sitzendes Halsband und / oder Geschirr
  • Schleppleine (mind. 5 Meter Länge
  • Mit Ruckdämpfung fürFür Notfälle, grosse, kräftige Hunde 
  • Leine mit Ruckdämpfung (s. www.clicker.ch/shop)

Grundregeln 

  • Vorausschauen, die Situation einschätzen und vorbereitet sein
  • Den Hund in verschiedenen Situationen trainieren.
  • Dem Hund Zeit lassen, um sich umzuorientieren
  • Sichere Distanz zu Menschen, Hunden, etc.
  • Der Hund läuft an der ihm zugewiesene Seite, entweder immer rechts oder immer links.
  • Möchte ein Hund die Seite wechseln, dann nur, wenn es ihm (mit einem zuvor erlernten Signal) erlaubt wird)
  • Bei Hundebegegnungen, Velos, Autos, Pferden, Traktoren etc. soll der Hund auf die sichere Seite wechseln
  • Bogen laufen – aus dem Weg gehen und warten, bis die «Gefahr» vorbei ist.
  • Wenn der Hund Angst hat oder bei Tendenz zu Reaktionen : in sicherer Entfernung stehen bleiben.
  • Den Hund für ruhiges Stehen belohnen
  • Keinen Hundekontakt (auch Menschen-Kontakt) an der Leine. Nur, wenn vorher trainiert und nach Absprache mit dem anderen Besitzer.
  • Vor Begrüssungen ein SITZ, STEH oder PLATZ verlangen (sollte vorher trainiert werden und auch in schwierigeren Situationen klappen.
  • Der Hundeführer sollte  vor kritischen Situationen rechtzeitig und ohne Zögern die Richtung wechseln
  • Bei Reizen, Gefahren, zu erwartende Reaktion des Hundes sollte der Richtungswechsel angekündigt werden (z.B. KEHREN 
  • Vermeiden Sie, den Hund nicht dauernd anzuschauen, zu bedrohen oder gar zu bestrafen

Desensibilisierung-Training

Desensibilisierung ist eine Methode, um die negative Reaktion eines Organismus auf eine Substanz oder einen Reiz zu verringern oder zu beseitigen. 
Desensibilisierung bedeutet, dass der Hund lernt, dass «gefährliche» Dinge mit guten Erfahrungen verknüpft sind.
Den Hund sollte langsam an verschiedene Leute, Fahrzeuge, Geräusche gewöhnt werden.
Beginnen Sie mit genügend Abstand zu den "gefährlichen" Dingen !

Gegenkonditionierung

Gegenkonditionierung bedeutet, dass der Hund ein Verhalten lernt, welches mit dem Auslöser inkompatibel ist, z.B. ein SITZ anstatt an Menschen HOCHSPRINGEN
Mit dem Hund sollte ein alternatives Verhalten trainiert werden: den Hundeführer anschauen, Handtarget, Sitzen statt Vorpreschen, einen Gegenstand halten
Beachtet der Hund seinen Halter bzw. er schaut ihn an, wird dieser unverzüglich belohnt, gern auch mittels einem Spiel.

Kinder und Hunde

Vorsicht! Vorsicht! Vorsicht!

diese Empfehlungen dürfen gerne mit Angabe der Autorin Doris Vaterlaus geteilt werden

Was gibt es Schöneres als Kinder und Hunde gemeinsam aufwachsen zu sehen. Beide lernen voneinander. Kinder erfahren eine schöne Freunschaft gegenüber einem anderen Lebenswese, lernen aber auch Respekt und Verantwortung. Es liegt an den Eltern und Betreuungspersonen, auf diesem Weg einige wichtige Punkte zu beachten.

Es gibt viele Studien über Unfälle mit Kleinkindern. Und gross aufgemachte Storys im Blick oder in der Bildzeitung und viele tragische Vorfälle bei Kinderärzten.

Viele Punkte aus eigener Erfahrung oder mir bekannten tragischen Fällen

  1. Ein grosses Thema ist Angst und Unsicherheit (der Hunde) vor dem unbekannten Wesen Kind.
  2. Ressourcenverteidigung: Der Hund „hütet“ und verteidigt seine Spielsachen.
  3. Das Kleinkind wird vom Hund wie ein Welpe eingeschätzt - und „muss“ vom älteren Hund „korrigiert“ werden!!!
  4. Vorsicht bei Krabbelkindern! Kinder unter etwa zwei Jahren verstehen noch nicht, dass sie Hunde nicht berühren, an den Ohren ziehen, ins Maul, in die Augen fassen sollen.
  5. Der Hund will dem Hund sein Weggli, Spielzeug wegnehmen.
  6. Das Kind will dem Hund ein Leckerchen (oder sein Weggli) oder sein Spielzeug „schenken“ - oder den Hund „erziehen“ wie es die Eltern machen …
  7. Das Kind schreit, weil es z.B. hingefallen ist. Der Hund will „helfen“ - mit seinen Zähnen.
  8. Schreiende Kinder sind für Hunde häufig „der Horror“, machen Angst, sind für den Hund nicht einschätzbar.
  9. Der Hund erschrickt, weil das Kind etwas Unerwartetes macht.
  10. Vorsicht bei etwa 4jährigen Kindern: sie wollen testen, wie weit sie gehen „dürfen“ - und der Hund zeigt seine Grenzen (mit den Zähnen).
  11. Vorsicht bei Buben um ca. 8 Jahre: sie wollen den „starken“ Mann spielen und zappeln und schreien gerne herum.
  12. Kinder werden von Hunden erst als Autorität akzeptiert, wenn sie etwa 12 bis 15 Jahre alt sind - also Hunde NIE alleine mit kleinen Kindern spazieren lassen.
  13. Maulkorb-Training für alle Hunde im Haushalt! Bei Zwischenfällen gibt es vielleicht eine Beule - aber keine Löcher.
  14. Hunde brauchen viel Ruhe und einen geschützten Rückzugsort.

Vielleicht gibt es noch mehr „Vorsichts-Punkte" …  Sie dürfen mir diese gerne mitteilen, so dass diese Liste ergänzt werden kann.

Hunde sind keine Plüschtiere

Alle Hunde (auch ein Chihuahua) haben Zähne. Kinder müssen lernen, bei allen Hunden Vorsicht walten zu lassen. Bei fremden Hunden draussen, aber vor allem auch Respekt im eigenen Haushalt und vor dem eigenen Hund.

Wichtig:

  • Warnsignale der Hunde beachten: wie den Kopf wegdrehen, weglaufen, Lefzen und Zähne zeigen, knurren, etc. als nächste Stufe folgt dann Schnappen und als nächste Konsequenz BEISSEN !!! Es gibt eine gute kostengünstige App für das Handy: https://www.dogdecoder.com.
  • Den Hund darf für sein Verhalten nicht bestraft werden, sondern man soll ihn schützen und ihn in einen geschützten Raum bringen!!! Kinder und Hunde sollten unter Aufsicht bleiben. Wenn das nicht möglich ist – auch bei nur kurzer Abwesenheit – gibt es Kindergitter, Hundeboxen oder eine sicher geschlossene Tür.

Haftungsfrage

  • Der Hund ist nie schuld!!! Der Mensch hat die Verantwortung für die Hunde und Kinder in seiner Obhut - egal ob im Haus oder auf dem Spaziergang.
  • Wenn etwas passiert:
    der Arzt MUSS eine Anzeige machen!
    Folgen: eine Busse wegen nicht Beaufsichtigen des Hundes. Der Hund wird von einem Verhaltenstierarztes überprüft. Vom Veterinäramt wird sofort Maulkorb und Leinenzwang verordnet. Die Hundehalter müssen mit einem solchen Hund in einen Erziehungskurs von bis zu 10 Lektionen!!! Im schlimmsten Fall folgt die Umplatzierung oder Einschläfern.
  • Jeder Hund der aus Unachtsamkeit oder Angst oder Nichtwissen eingeschläfert wurde, tut mit immer noch leid.

© 2019 Doris Vaterlaus, Clicker Training in der Schweiz

 

Apportieren

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... was heisst das

Der Hund soll einen Gegenstand ins Maul nehmen "wollen"
und mir diesen auch in die Hand geben

  • Ich setze mich bequem auf einen Stuhl  
    vor mir auf dem Boden eine Kartonschachtel
  • ich lege einen Lieblingsgegenstand in die Schachtel (ich kann dem Hund diesen auch zeigen)
  • KEIN SIGNAL, KEIN BEFEHL - einfach abwarten, was der Hund macht
  • der Hund  kommt und steckt die Nase in die Schachtel
    > click und Belohnung  für "Nase in die Schachtel"
  • der Hund berührt den Gegenstand mit der Schnauze:
    > click und Belohnung  für "Nase an den Gegenstand"
  • der Hund nimmt den Gegenstand in die Schnauze:
    > click und Belohnung für "Gegenstand IN der Schnauze" (der Hund lässt in der Folge den Gegenstand fall)
  • der Hund nimmt den Gegenstand und hält ihn
     > click und Belohnung für "Gegenstand halten"  (es macht nichts, wenn der Gegenstand dann in die Schachtel fällt)
  • der Hund nimmt den Gegenstand und hält ihn – Sie halten ihre Hand unter den Gegenstand -
     > click und Belohnung für "Halten" 
    > "danke" für "Gegenstand in die Hand"
  • mit verschiedenen Gegenständen üben

Zwischenschritt Nr. 1

            Der Hund sitzt

            Ich lege den Gegenstand zwischen den Hund und mir

            Ich rufe den Hund zu mir – dabei soll er den Gegenstand aufnehmen und mir bringen

Zwischenschritt 2

            Als Zwischenschritt kann ich den Gegenstand auch hinlegen – zuerst in kurzer Distanz – dann immer weiter

WICHTIG: in diesen ersten Phasen  

und auch später, wenn es Probleme mit dem Apportieren gibt:
KEIN Kommande - den Gegenstand nicht werfen

Für den Hundesport

  • Der Hund sitzt in der Grundstellung neben mir.
  • Ich werfe den Gegenstand
  • Der Hund bleibt neben mir sitzen, bis zum Signal „apport“
  • Der Hund geht nach vorne 
  • Aufnehmen
  • Halten 
  • tragen
  • Zurückkommen
  • Vorsitzen
  • Gegenstand halten bis Kommando aus
  • Gegenstand in die Hand geben
  • Sitzen bleiben, bis Signal „Frei“ oder etwas anderes

Apportieren soll Spass machen

  • der Hund soll Freude dabei haben
  • er soll den Gegenstand gerne halten, tragen
  • und: zurückgeben !!!

Ein Gegenstand suchen

 geldbeutellederrotSuche von Portemonnaie, Schlüssel oder ähnliches

• Den Hund irgendwo festbinden

• Dem Hund den Gegenstand zeigen (nicht geben oder halten lassen)

            – wenn der HUnd den Gegenstand nicht kennt: Nase an den Gegenstand, clicken und belohnen 

• Gegenstand verstecken (so dass der Hund das sehen kann, nicht allzu schwierig).

• Zum Hund zurück. Der Hund an einer normal langen Leine

• In die Nähe des Suchortes gehen

• Den Hund sitzen lassen

• Kommando „such“

• Der Hund zeigt mir, wo der Gegenstand ist

• Bravo (click) und die Leckerchen auf dem Gegenstand geben

 

Etwas schwieriger:

Die Idee: der Hund lernt ein Gebiet absuchen und einen Gegenstand finden

Stell Dir vor, Du hast die Schlüssel im Wald verloren !

 

• ein Quadrat ausstecken

• den Gegenstand in das Quadrat legen

• mit dem Hund zum „Einstieg“ gehen

• sitzen lassen und

• „Such“ 

• Mit dem Hund an der Leine Hin- und Herpendeln

• „gefunden“ :)  Click und Belohnung auf dem Gegenstand.

 

Ich habe mit meinen früheren Hunden mit zwei gleichen Schlüsseletuis angefangen:

 • erstes Schlüsseletui ohne Schlüssel - gefüllt mit Leckerchen

• wenn das klappt:

• Schlüsseletui mit Schlüssel - zusätzlich mit Leckerchen

 • später

 • nur noch Schlüsseletui

 

 

© 2019 Doris Vaterlaus - Clicker Training in der Schweiz

Fötzelhunde

foetzelhunde2foetzelhunde1Fötzelhunde

Wir kämpfen mit unseren Hunden gegen das Littering.

Abfall kann Wildtiere, Kühe und unsere Hunde gefährden.

An Picknick-Plätzen ist jetzt Hochsaison.
Wir erwarten von den Leuten, dass sie ihren Abfall
wieder mit nach Hause nehmen
oder wenigstens in einen nahem Abfalleimer entsorgen.
An verschiedenen Orten gibt es bereits auch Bussen für das Littering.

Auf unseren täglichen Spaziergängen können wir nach Abfall Ausschau halten
und ausserdem etwas für unsere Fitness tun – Kniebeugen oder den Rücken strecken.
Darüber hinaus können wir unsere Hunde sogar zu Abfall-Sortierern trainieren: Flaschen, Plastik, Aluminium, Bierdosen, Papier ...

Was braucht es dazu?

  • Etwas Überwindung.
  • Einen Plastiksack (zur Not reicht auch ein Hundekotsäckchen). Einweghandschuhe.
  • Das eingesammelte Gut kann in einen nahen Abfalleimer oder zuhause der    Kehrichtentsorgung mitgegeben werden.

Wer macht mit ?

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Training mit dem Mini Dummy

Gebrauchsanweisung für das Training mit einem Mini Dummy

 

Wir beginnen mit dem Ende, d.h. mit dem Halten eines Gegenstandes.


Diese Technik heisst Backchaining (von hinten aufrollen)

 

Wie mache ich meinem Hund den MiniDummy (oder einen anderen Gegenstand) interessant ?

  • Zu Beginn geben wir kein Signal oder Befehl.
  • Wichtig: das Dummy nicht werfen !
  • Auch den Hund nicht auffordern, dieses zu holen.
  • Nach der Spielstunde wird das Dummy wieder weggeräumt.
  • Es ist ein Spiel zwischen Hund und Hundeführer und gut für die Zusammenarbeit.
 

Erster Schritt:                         Den Dummy berühren. Click und Belohnung für Schnauze ans Dummy.

Zweiter Schritt:                      Dummy ins Maul nehmen (wollen). Click und Belohnung für Schnauze auf und Dummy ins Maul.

Dritter Schritt:                        Den Dummy halten. Click und Belohnung für Halten. Der Hund lässt den Dummy nach dem Click fallen.

Vierter Schritt:                       Den Dummy nehmen und halten. Click und Belohnung für Halten.

Fünfter Schritt:                      Deine Hand ist genau unter dem Dummy, wenn dieses herunterfällt.

Sechster Schritt:                   Den Dummy aufnehmen (vom Boden, von meiner Hand, die etwas weiter weg ist, aus einem Karton) und halten - 

                                               Click und Belohnung für Halten.

Siebter Schritt:                     aufnehmen, halten, etwas länger halten  (Sekunden zählen: 21, 22, 23 = 3 Sekunden) - Click und Belohnung für das Halten.

 

Wie starten ?

  1. Ich halte das Dummy ganz nah zu mir: es ist MIR sehr wichtig, Man kann es auch „streicheln“, gegen die Brust halten - dem Hund aber noch nicht geben.
    Er soll verstehen, dass mir das Dummy wichtig ist.
  2. Ich halte das Dummy vor die Nase des Hundes. Click und Belohnung, wenn der Hund das Dummy etwas anstupst.
  3. Zwei bis drei Mal wiederholen.
  4. Das Dummy wieder weglegen.
  5. Neues Versuch: jetzt sollte der Hund das Dummy schon fester anstupsen. Click und Belohnung für fester anstupsen. Keine Click und Belohnung mehr für nur leicht berühren
  6. Zwei bis drei mal wiederholen.
  7. Der Hund nimmt das Dummy von meiner Hand ins Maul
  8. Der Hund nimmt das Dummy, auch wenn meine Hand etwas weiter weg ist.
  9. Der Hund nimmt das Dummy vom Boden auf, aus einem Karton, hält es und gibt es mir.
  10. Ich lege das Dummy zwischen den Hund und mir. Der Hund nimmt das Dummy, hält es und bringt es mir.
 

Achtung: es gibt Hunde, die springen mit dem Dummy weg und verstecken ihn. Also wird an der Leine trainiert - oder der Dummy ist an einer Schnur befestigt.

Diese Art von Training nennt man Shapen (formen).

 

Empfehlung für das Training

Kein Nein oder Pfui oder sein lassen, oder falsch … Der Hund lernt selbst am schnellsten, dass dieses Spiel toll ist.

Jeder Schritt in die richtige Richtung wird max. 3 bis 5 Mal wiederholt.

Pause. Und später nochmals wiederholen.

Wenn’s nicht klappt: zurück zu einem Schritt, der klappt.

Wenn ein Schritt zu 80% klappt, d.h. 8 von 10 Mal richtig ausgeführt wird, d.h. 8 x Click und Belohnung für den gleichen Schritt, 

darf man einen kleinen Schritt weitergehen.

Eine Trainingseinheit sollte nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern. 

 

Ein Kriterium auf einmal

Vorbereitung zum Training

 

Mach einen Plan !

Was will ich gerade jetzt als Nächstes trainieren, wie trainieren, belohnen oder clicken und belohnen, wo und wie ?

 

Nach dem Training

was hat geklappt,
• was will ich nächstes Mal anders machen,
• allenfalls einen oder mehrere Lernschritte zurückgehen
• einen neuen Plan machen

 

Alle Gegenstände, die ich brauche, liegen bereit

Clicker, Belohnungshäppchen, Targets, Spielzeug, Wasser für den Hund, Leine, persönliche Ausrüstung
      

Dann gehe ich erst zum nächsten Schritt weiter

 

Unsere Hunde achten ausserordentlich genau auf unsere Körpersignale, 

deshalb der Tipp für den Menschen

Die Handzeichen bewusst einsetzen

         wie halte ich die Leine, wo sind meine Leckerchen, was/wohin zeigen meine Hände

Auf die Körperhaltung achten

         möglichst aufrecht stehen oder gehen

         sich nicht über den Hund beugen

 

• Beim Start zuerst auf die Aufmerksamkeit des Hundes achten

• Ruhig warten, AUSATMEN ! Die Leine ist lose (am besten darauf stehen)

• Keine Korrekturen - kein Zupfen an der Leine ! – kein Kommando – auch den Hund nicht mit dem Namen rufen

• Jetzt kann mit einer Übung begonnen werden !

Eine Pause muss sein ...

Menschen und Hunde brauchen auch mal eine Pause

 

Machen Sie kurze Trainingssequenzen

• maximal 3 bis 5 Minuten

• 3 bis 5 Wiederholungen sind genug

• zwischen den Übungen immer auch eine Verschnaufpause für Mensch und Hund

• machen Sie das Training abwechslungsreich !

  1. eine Übung zum Aufwärmen
  2. eine Übung zur Konzentration
  3. eine neue Übung
  4. eine Übung in der Nähe – z.B. die Positionen
  5. eine Übung auf Distanz – z.B. ein Voran und ein Herkommen
  6. eine Übung für die Nase
  7. zum Abschluss eine Suchübung

 

Nach dem Training

• Wir lassen die Hunde nach dem Training nicht mehr spielen

• Sie sind vom Training müde und müssen die Lektion erst "verarbeiten"

• Spielen mit anderen Hunden ist wieder aufregend, und für manche Hunde einfach zuviel

• Besser ist ein kurzer Spaziergang und Erholung

 

Pausen für den Menschen

• Mobiltelefone stumm stellen (ausser für Notfälle)

• Keine Telefongespräche während des Trainings oder dem Spaziergang mit dem Hund

• Rauchpausen OHNE Hund

 

 

Wichtig !

• Wir achten zu Beginn zuerst auf die Aufmerksamkeit des Hundes - z.B. mit dem Watch me game

• Ruhig warten, AUSATMEN ! Die Leine ist lose (am besten darauf stehen)

• ruhiges Gehen mit genügend Abstand zu den anderen Hunden

• Keine Korrekturen - kein Zupfen an der Leine ! – kein Kommando – auch den Hund nicht mit dem Namen rufen

• Jetzt kann mit einer Übung begonnen werden !

"Ruhig Sein" clicken und belohnen?

Man kann „Ruhig Sein“ wirklich clicken und belohnen !  

Wichtig sind ein Plan UND das richtige Timing.
Und die Entscheidung: was will ich ?  positiv formuliert ! 

Zum Beispiel: «ICH will das „Ruhig Sein“ bestätigen»  

  • Der Hund bellt
        >>> keine Reaktion - kein böses Anschauen - kein „sei jetzt still“ oder ähnliches
  • Der Hund ist ruhig (auch wenn nur ganz kurz) :
        >>> belohnen - ein paar Leckeren auf den Boden werfen - oder auch Click und Belohnung
  • Wahrscheinlich wird der Hund gleich wieder bellen:   
    > Der Hund bellt
    > Der Hund ist ruhig: 3-5 Sekunden (innerlich zählen 21, 22, 23) warten,
       Leckerchen auf den Boden werfen oder clicken (bestätigen) und belohnen (Leckerchen)
    > Dauer variieren, also nicht immer nur verlängern, einmal kürzer, einmal länger etc. 
       für Hund überraschend.

Und später wird der Hund immer mal wieder für das „Ruhig Sein“ belohnt

Achtung vor Verhaltensketten

Es gibt Hunde, die schnell begreifen „wenn ich belle, gibt es Leckerchen“, und nach den Leckerchen gleich wieder weiter bellen.
Deshalb die Sekundenpause.

Bellen ist selbstverstärkend (fühlt sich so gut an).
Hunde können beim Bellen nicht mehr „denken“ oder „hören“,
und sie hören mit dem Bellen nicht mehr auf.

Also

Das Bellen möglichst rasch „abstellen“, z.B. den Hund aus dem Garten zurückrufen,
>>> Click und Belohnung für das „Herkommen“. 

Wichtig

Nicht mit dem Hund sprechen ! Kein „Sei mal still !“ oder „ruhig !“
Das kann für den Hund auch Aufmerksamkeit = eine Bestätigung sein.
Oder sogar: Meine Besitzerin „bellt“, also belle ich mit ;))

Alle vier am Boden

„Alle Vier am Boden“ - statt hochspringen

Hochspringen ist eine Gewohnheit unserer Hunde, die nicht überall Begeisterung auslöst.

Unsere kleineren Rassen oder Welpen: jöö wie herzig… sind da speziell betroffen.
Das Hochspringen ist eine typische hundeartige Begrüssung: Hunde wollen ihren Kopf zur Begrüssung möglichst nah an unserem Kopf haben.
Wir können dem Hund hie und da eine Freude machen, indem wir uns hinkauern und uns von Gesicht zu Gesicht begrüssen lassen.
Ich habe allen unseren Hunden erlaubt, meine Ohren zu „knabbern“ - und sie lieben dies heiss.
Dafür haben wir von Anfang an auch „alle Vier am Boden“ trainiert. Dies gilt bei uns und auch bei allen unseren Freunden und Bekannten.

Die beste Taktik

alle Vier am Boden belohnen - und dabei die Leckeren auf den Boden werfen.
Und dies immer wiederholen.

Und trainieren

der kleine oder grössere Hund springt an mir oder anderen Leuten hoch

  • warten… bis der Hund von alleine wieder alle vier Pfoten auf dem Boden hat - Leckerchen auf dem Boden
  • der Hund wird wieder hochspringen - warten…bis alle vier Pfoten wieder auf dem Boden sind
  • mindestens 10 Mal wiederholen 
  • dann darf auch geklickt werden, wenn die vier Pfoten am Boden sind, und die Leckerchen werden wieder auf den Boden geworfen
  • Nach kurzer Zeit merkt der Hund:
    wenn ich unten stehen bleibe – gibt es einen Click und eine Belohnung
  • Ganz clevere Hündchen setzen sich auch in Erwartung des nächsten Clicks und Belohnung sogar hin ;) Ohne Kommando !

Was soll der Hundebesitzer tun ?

  • ruhig stehen bleiben
  • atmen !
  • sich Zeit lassen
  • lockere Haltung
  • nicht mit dem Leckerchenbeutel rascheln
  • kein Befehl
  • kein Nein
  • kein Pfui
  • kein Knie gegen den Hund hochhalten
  • den Hund nicht anfassen, herunterziehen oder ähnliches
  • kein böser Blick
  • dies an verschiedenen Orten verlangen – zuerst zuhause, auf dem Spaziergang, bei Begegnungen mit jemandem, etc.
  • Kein Sitz verlangen (das bekommt man manchmal sogar geschenkt) 
  • Die Leckerchen nicht aus der Hand geben, weil dies die Hunde meist
               motiviert, wieder hochzuspringen.

>>>  sobald der Hund seine vier Pfoten auf dem Boden hat: clicken und belohnen

Warum springen die Hunde immer hoch ?

Weil sie dafür belohnt werden !

Warum hören sie nicht damit auf ?

Weil sie immer wieder bestätigt werden (auch wenn wir dies „abstellen“ möchten).

Aufmerksamkeit ist eine tolle Bestätigung, z.B. „nein“, „pfui“, anschauen, irgendein Befehl…
und so wiederholt der Hund das Hochspringen immer wieder, immer wieder.

Auch im Alltag – und immer wieder...

Bei Begegnungen sollte nur der Hundebesitzer seinen Hund immer wieder bestätigen, wenn er alle vier Pfoten am Boden hat - damit dies zu einer guten Gewohnheit wird.
Andere Leute sollen den Hund möglichst nicht beachten, nicht mit ihm sprechen, er muss auch nicht speziell begrüsst oder von ihnen mit einem Leckerchen belohnt werden.
Schliesslich möchten SIE sich ja mit Ihren Bekannten unterhalten